Lieber Herr Jens Weber,
vielen Dank für Ihre Bewertung.
Zunächst möchten wir klarstellen, dass der Begriff „absetzen“ in diesem Zusammenhang unpassend und abwertend ist. Unser Guide bringt die Gruppe zur Kirche, sorgt dafür, dass alle einen Sitzplatz erhalten, und verlässt die Kirche erst anschließend. Während des Gottesdienstes kann der Guide weder sprechen noch das Programm ergänzen oder beeinflussen. Da die Kirche umgehend am Times Square ist wo die Tour endet und Sie so lange am Gottesdiesnt teilnehmen können wie es Ihnen Spaß macht, gibt es keinen Grund für den Guide weiterhin vor Ort zu sein.
Was das Programm der Kirche betrifft: Dieses wird ausschließlich von der Times Square Church gestaltet – nicht von uns. Die Kirche bietet einen Gottesdienst mit Gospelmusik und Gebet an. In der Regel nehmen beide Programmpunkte einen vergleichbaren zeitlichen Umfang ein. Zudem verfügt die Kirche über einen rund ca. 50-80-köpfigen Chor, der regelmäßig auftritt. Wir bewerben die Tour als Besuch eines Gospelgottesdienstes und nicht als reines Konzert.
Ihre Aussage zum Preis können wir ebenfalls nicht nachvollziehen. Die Tour kostet 39 US-Dollar pro Person und liegt damit deutlich unter dem marktüblichen Preis für eine zweistündige deutschsprachige Stadtführung in New York + der Besuch der Kirche.
Abschließend möchten wir noch auf eine andere Erfahrung eingehen. Während der Tour haben Sie gegenüber unserem Guide mehrfach abfällige Bemerkungen über südamerikanische Besucher gemacht – mit der Ausnahme, wie Sie selbst betonten, „außer den Brasilianern“.
Solche Äußerungen entsprechen weder unseren Werten noch der offenen und internationalen Atmosphäre New Yorks. Die Times Square Church wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht – genau das macht sie aus. Wir erwarten von allen unseren Gästen einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen.
Wir wünschen Ihnen dennoch alles Gute und hoffen, dass Sie Ihren Besuch in New York zum Anlass nehmen, sich mit den von Ihnen gegenüber unserem Guide geäußerten rassistischen Bemerkungen auseinanderzusetzen und künftig Menschen unabhängig von ihrer Herkunft mit mehr Respekt und Offenheit zu begegnen.